Am 30.01.2011 findet in der Alten Mensa in Berlin die Gebietsversammlung aller Lichtenberger Piraten statt um die Direktkandidaten und die Liste aufzustellen.
Zu diesem Zweck habe ich mir Gedanken gemacht, wie man die Wahlordnung anpassen kann, damit wir eine Liste aufstellen können die möglichst hohe Zustimmung findet. Bedient habe ich mich daher bei der Wahl der Zustimmung wie wir sie auch schon aus Bingen oder aus Berlin kennen und wo sie sehr gut funktioniert hat.
Jedoch waren bei diesen Wahlen, bis auf die Beisitzer, immer nur Einzelposten zu vergeben und es war quasi egal wie die Reihenfolge nach der Spitze aussah. Denn diese Kandidaten sind schlicht ausgeschieden.
Bei der Aufstellung einer Liste haben wir jedoch einige Unterschiede:
- Einmal gewählt und angetreten muss diese Liste 5 Jahre + Wahlzeit überstehen, nachträgliche Änderungen sind nicht möglich!
- Je nach Reihenfolge ziehen die Kandidaten bei der Wahl in das jeweilige Parlament ein.
- Es gibt eine hohe Zahl von Bewerbern
Auf Lichtenberg trifft das nicht alles zu, denn die Anzahl der Bewerber ist noch überschaubar. Ich würde dies an dieser Stelle aber gerne im kleinen Rahmen testen und dann auch gerne für die Aufstellung der Berliner Landesliste vorschlagen.
Auf folgender Wikiseite habe ich die Wahlordnung für Lichtenberg angepasst, diese kann auch ohne Probleme auf eine Landesliste umgeschrieben werden. Hier nun eine Erläuterung zu dem Wahlsystem.
Das wichtigste zu erst, durch meinen Vorschlag sollten wir es schaffen die Liste in einem Wahlgang aufzustellen und in einem weiteren zu bestätigen. Dadurch sparen wir uns viel Zeit die wir in Kandidatenvorstellung und -befragung investieren können sowie in die thematische Arbeit.
Wie soll das ganze nun funktionieren?
Ganz einfach! Jeder Pirat bekommt seinen Wahlzettel (Beispiel!) und kann dort jedem Kandidaten bis zu 3 Stimmen geben.
Oder auch nur 2 Stimmen, 1 Stimme oder auch gar keine Stimme!
Keine Stimme bedeutet auch keine Zustimmung! Diesen Kandidaten möchte man nicht auf einer Liste sehen. Jedem Kandidaten dem man mindestens eine Stimme gibt möchte man auch auf einer Liste sehen.
Doch ich möchte Kandidat 1 weiter oben haben als Kandidat 2!
Also gebe ich Kandidat 1 drei Stimmen und Kandidat 2 nur zwei oder eine Stimme. Dadurch ist es möglich, dass die Piraten größeren Einfluss auf die Reihenfolge haben als bei reiner Zustimmung.
Für dieses Wahlsystem ist es wichtig das die anwesenden Piraten sich gut mit den Kandidaten beschäftigt haben. Nur so können sie einschätzen wen sie wo stehen haben wollen. Und das ist auch der große Vorteil. Da wir nur einen Wahlgang benötigen und dem man sehr viel Einfluss auf die Reihenfolge nehmen kann, können wir die Wahlbürokratie sehr niedrig halten. Wir können uns dadurch viel Zeit für die Kandidaten selbst nehmen. Ich glaube das wir dadurch eine sehr gute Liste am Ende herausbekommen die wir in einer weiteren Wahl bestätigen und mit der wir dann auch gerne und geschlossen antreten können!
Ich würde eure dazu gerne eure Kommentare habe. Entweder hier im Blog oder auf der Diskussionsseite im Wiki

Problematisch sehe ich hier, dass die Gleichheit der Wahl verletzt ist.
Wenn eine Person eine entsprechende Ordnung vergibt, so wird das dazu führen dass ihr absolutes Stimmgewicht geringer ist als das desjenigen der alle seine Kandidaten gleich bewertet hat.
Entweder du lässt die Gewichtung gleich ganz weg, oder du gibst vor, dass maximal x 3er, y 2er, und z 1er vergeben werden dürfen, oder du gibst ein maximales Stimmgewicht in Höhe der zulässigen Listenplätze oder der Anzahl der Kandidaten vor.
Gruß,
Justus
Das Stimmengewicht drückt sich doch nicht nur positiv aus. Wenn ich einem Kandidaten bewusst weniger als die volle Anzahl Stimmen gebe, dann belaste ich diesen Kandidaten negativ. Wenn ich ihm gar keine Stimme gebe, dann verweigere ich ihm sogar den Platz auf der Liste. Dies kennen wir von der Wahl per Zustimmung, die ja normalerweise nur 0 und 1 kennt.
Nun kann ich aber zusätzlich zwischen 0 und 1 auch noch sagen, dass ich diesen Kandidaten bevorzuge.
Ein Kandidat der jedem die vollen Stimmen gibt, hat in der reinen Zustimmung keinen größeren Einfluss auf die Liste. Denn ob 1, 2 oder 3 Stimmen, er kann dem Kandidaten nur einmal Zustimmen und wenn dies weniger als 50% tun, dann kann er von den restlichen noch soviel Stimmen sammeln, er kommt nicht auf die Liste.
Sobald ein Kandidat dann die 50% übersprungen hat, entscheiden dann auch die Stimmen die er erhalten hat.
Ein Kandidat der sehr oft zwar Zustimmung erhällt aber selten mehr als eine Stimme wird auf der Liste aller Voraussicht nach weiter hinten landen. Jemand der mehr Stimmen gesammelt hat weiter vorne. Daher ist es möglich das Kandidaten mit weniger Zustimmung als andere weiter vorne liegen können. Diese haben jedoch genügend Leute davon überzeugt, dass sie dort stehen. Kandidaten mit viel Zustimmung die dann hinter anderen Kandidaten mit weniger Zustimmung landen, sind aber nicht vom System benachteiligt worden, sondern von den Abstimmenden die sie zwar auf die Liste haben wollten, aber nicht weit vorne!
Wenn jemand bewusst Kandidaten mit nur einer Stimme bewertet, dann hat er nicht weniger Einfluss auf die Liste wie jemand der mit drei Stimme abstimmt, denn es besteht ein Unterschied zwischen Zustimmung und Stimme.
Der Sinn ist vor allem, dass wir einen Weg finden eine große Liste mit Leuten zu bestücken die über genügend Zustimmung verfügen. Ich denke das dies hiermit möglich ist.
Idee mit den gewichtungsstimmen schon ok würde aber mehr skalieren also mehr kreuze pro kandidaten als die 3 im Beispiel. anzahl kreuze pro kandidat = anzahl Kandidaten.
Kann mir vorstellen das die Auszählunge nen Weilchen dauern kann.
Was spricht gegen einzelne Wahlgänge pro listenplatz via Schulze-Müller verfahren?
Im Liquid-Feedback hatte die entsprechende Initiative nur insgesamt 5 Ja stimmen weniger als die Siegerinitiative bei wesentlich weniger Nein-Stimmen.[[Benutzer:Deuterium|Deuterium]]
Ich kenne die 3 Stimmen von den Wahlen in Brandenburg, dort hatte man jedoch insgesammt nur 3 Stück und konnte diese verteilen. Mit dem System sind die Leute sehr schnell klar gekommen und es gab sehr wenig ungültige Zettel von denen man vermutet das sie auf Grund des Systems ungültig wurden.
Der Vorteil von Anzahl Stimmen = Anzahl Kandidaten, ist das ich eine komplette Liste erstellen kann und so wohl noch besser meinen Wunsch ausdrücken kann, jedoch glaube ich das wir an dieser Stelle das Wahlverfahren nicht so komplex bzw. schwierig gestalten sollten. Wie lange das Auszählen dauert ist mir mehr oder weniger egal, da machen ein paar Minuten die Fisch auch nicht fetter.
Wenn die Leute aber über einem Stimmzettel sitzen und im Fall der LMVB so ca. 40×40 Stimmen verteilen können, dann glaube ich dass dies einfach nicht sinnvoll ist!
Gegen einzelne Wahlgänge bin ich aus dem Grund, dass wir dafür einfach viel zu viel Zeit mit dem Wählen verschwenden die wir sinnvoll in Vorstellung und Befragung investieren sollten.
Wie die Schulze-Methode bei der Masse an Kandidaten umgesetzt werden soll weiß ich nicht!