Archive for Juli, 2010


Zu heiß für Klausuren!

Ich studiere an der Hochschule für Technik und Wirtschaft hier in Berlin, kurz HTW Berlin.

Vor kurzem hat diese die Richtlinien für eine Nichtteilnahme an einer Prüfung geändert.

Vorher:

Wer sich für eine Prüfung anmeldet und unentschuldigt fehlt, der verliert einen seiner drei Prüfungsversuche!

Jetzt:

Nur wenn man die Prüfung wirklich mitschreibt und nicht besteht verliert man einen Prüfungstermin. Man kann sich also 6 Mal für eine Prüfung anmelden bevor einem auf Grund der 3 Semesterregelung der Kurs verloren geht. Und somit das ganze Studium.

Meine Konsequenz:

Ich habe die Prüfung in Controlling am Montag einfach sausen lassen. Ich bin schlecht vorbereitet, es ist verdammt heiß, ich habe viel zu viele andere Dinge im Kopf. Ich finde es gut das die neue Regelung mir dies ermöglicht. Ich werde nun im zweiten Prüfungszeitraum am 30.09.2010 die Prüfung schreiben. Bei angenehmeren Temperaturen, werde ich  mich besser vorbereiten können und eine bessere Prüfung schreiben!

Wieder Mal ein Epic Win für die HTW Berlin, die auch sonst super Studienbedingungen bietet! Wer sich für ein Studium in den angebotenen Studiengängen interessiert, der sollte sich die HTW Berlin ruhig genauer anschauen!

Für die Klausur am Donnerstag in Investitionen und Finanzierung muss ich trotzdem lernen, da ich dort im 3. Versuch im 3. Semester stecke. Keine rühmliche Tat aber Missgeschicke passieren halt…

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… und ich mitten drin!

Nach gefühlten Jahren nun mein erster Blogeintrag in diesem Jahr…

Kurz vor dem Bundesparteitag in Bingen fragte Xen.on an ob sie mit mir einen Bericht über meine politische Arbeit bei den Jungen Piraten drehen können. Auf Grund der Tatsache das ich zum Drehtermin jedoch in Bingen sein würde viel dies leider ins Wasser.

Nun einige Wochen nach Bingen hat mich Xen.on wieder kontaktiert. Am 10. Juli (gestern, da es schon wieder morgen ist) fand ein Interview-Training für junge Journalisten (bei einem Altersschnitt von 25 spricht man doch noch von jung oder?) statt, ich war der Studio-Gast.

Auf in die Medienstadt Potsdam!

Also setzte ich mich am Samstag bei brütender Hitze in den RE in Richtung Babelsberg. Vor Ort habe ich mich dann auch prompt im Gebäude geirrt, bei der Hitze echt unangenehm! Aber dank GPS fand ich dann doch noch rechtzeitig hin. Vor Ort wurde ich nett begrüßt und bekam erst einmal ordentlich was zu trinken, war ja auch heiß. Dass es noch viel heißer werden würde war mir zu dem Zeitpunkt nicht klar…

Gefühlte 45° Celsius…

… waren es im Aufnahmestudio. Scheinwerfer sorgen für eine enorme Hitze und bei den Außentemperaturen ist das einfach unerträglich!

Nach dem ich kurz das Dossier über mich gelesen hatte fingen wir auch direkt mit den Interviews an. Jeder Journalist hatte 3:30 Minuten Zeit ohne die An- und Ab-Moderation. Da alles aufgezeichnet wurde, wurde ich auch gleich ordentlich verkabelt. Da fühlte man sich sofort wie ein echter Politiker ;)!

Und hier gleich ein paar Fakten: Tragt wenn möglich kein Weiß, Schwarz oder zu Buntes. Auch Kleidung mit sehr kleinen Karomustern vertragen sich nicht mit der Kamera!

Die Interviews selbst waren mal mehr oder weniger gut vorbereitet oder geführt. Bei einem Interview hat sich die Journalistin so auf ihr Ziel eingeschossen, das sie 3-mal die gleiche Frage anders verpackt an mich stellte. Beim 3. Mal hatte sie die Frage so komisch verpackt, das ich nichts mehr verstand und sie die Frage doch bitte wiederholen solle. Zum Glück fing sie sich und wir konnten das Interview ordentlich beenden.

Netter Fakt am Rande: ca. 93% des positiven Auftretens machen nonverbale und verbale Signale aus. Lediglich 7% der eigentliche Inhalt!

Ein anderer Journalist wollte das Interview für eine junge Zielgruppe etwas dynamischer gestalten. Ging jedoch nie auf meine Antworten ein und untergrub diese noch durch Floskeln. In so einer Situation hat man als Gast schnell die Sympathien des Publikums auf seiner Seite, wenn der Inhalt und das Auftreten sonst in Ordnung sind!

Weiterer Fakt: Der Zuschauer ist ein kleines Kind! Mit einem Kind muss man langsam und ruhig reden und Pausen einbauen!

Nach 1:30 Stunde in der Saune endlich das Ende!

Kurze Pause und dann ging es in die Auswertung. 2:30 Stunden zog sich diese hin. Es war sehr spannend die Perspektive eines Journalisten zu sehen. Welche Ziele dieser verfolgt, wie er sich vorzubereiten hat.

Am wichtigsten war es aber natürlich eigenes Feedback zu bekommen! Als wir uns die Aufnahmen dann in Ruhe angeschaut haben war es schon etwas komisch sich da so im „Fernsehen“ zu sehen. Man erkennt sofort welche miesen Ticks man hat, oder wie schlecht man mit seinem Körper arbeitet oder einfach auch nach Außenhin wirkt. Bei mir war die Kritik vor allem beim Tempo der Rede und Mimik und Gestik. Gut das ich nächstes Wochenende einen Rehtorikkurs habe um das verbessern zu können!

Wichtiger Fakt: Wenn ein Objekt wie ein Tisch vorhanden ist, dann beziehe diesen mit ein. Lege deine Hände auf ihm ab, dadurch nimmst du mehr Raum ein!

Was nehme ich also aus diesem Tag mit?

  • vor laufender Kamera ist es gar nicht so leicht sich auf ein Gespräch zu konzentrieren
  • die richtige Kleidung ist im Fernsehen sehr wichtig und sollte an die anzusprechende Zielgruppe angepasst werden
  • ruhig reden und an den richtigen Stellen Pausen machen, der Zuschauer brauch die Möglichkeit zu Verstehen
  • man ist zwar Gast, aber es geht um einen und um die Inhalte, diese muss man glaubwürdig verkaufen
  • eine ordentliche Vorbereitung ist das A und O
  • benutze keine Schlagwörter und wenn doch, dann untermauer diese durch Beispiele und Bilder
  • kläre vor einem Gespräch ob man Sie oder Du benutzt
  • verwende keine Flosskeln, dies schwächt immer die eigene Position

Und einfach Spaß! Nette Leute kennen gelernt. Mal schauen ob man sich in Zukunft wiedersieht 😉