expertenkreis_amok

… genau, die Killerspiele natürlich.

Heute hat der „Expertenkreis Amok“ aus Baden-Württemberg seinen Bericht zum Amoklauf in Winnenden veröffentlicht. Da der letzte Amoklauf ja noch nicht lange her ist, passt das ganz gut denn die Leute haben es noch nicht vergessen.

Golem hat sich bereits mit dem Thema Killerspielverbot und Internetzensur auseinander gesetzt und NICHTS anderes empfehlen diese Leute da. Daher sage ich allgemein meine Meinung mal dazu.

Wer steckt hinter diesem Expertenkreis?

Zum einen sind dort die Ständigen Mitglieder. Diese setzen sich grob aus Kriminologen, Psychologen und einigen Politikern zusammen.

Weiterhin sind Opfereltern in diesem Expertenkreis, was ich für völlig inakzeptabel halte. Denn wie soll man ein Papier ernst nehmen das womöglich mehr auf Emotionen als auf Tatsachen aufbaut. Ich möchte den Eltern keinesfalls etwas unterstellen, bezweifle jedoch ihre Unabhängigkeit.

Die Berater kommen aus allen einschlägigen Minesterien und zeugen davon das man dann doch etwas Kompetenzhaben wollte.

Die Anhörungsexperten und Gäste kommen aus allen möglichen Organisationen und wirken trotzdem zielsicher herausgepickt…

Was wollen sie?

Genau das selbe wie wir alle, dass sich sowas NIE wiederholen soll. Doch jeder logisch denkende Mensch weiß, dass dies jederzeit wieder passieren kann und wird. Denn egal wie stark wir in Prävention investieren, einige wollen sich vielleicht auch nicht helfen lassen. Ob die Mittel die diese Leute vorschlagen die richtigen sind muss sich herausstellen…

Hoppla, eigentlich sollte dieses Expertenteam doch vorschlagen können was man tun kann um so etwas verzubäugen. Und tatsächlich tun sie dies auch, mit sage und schreibe 83 Empfehlen. Die mal mehr mal weniger logisch und schlüssig sind. Was ich jedoch nicht schön finde ist, dass diese so schwammig beschrieben sind.

So wie man den Begriff „Killerspiele“ quasi auf alles deuten kann wenn man nur lange genug herumwurschtelt so gestalten sich auch diese Empfehlungen. Einiges ist wirklich sehr lobenswert und man sollte das auf keinen Fall unter den Tisch fallen lassen. Diese Leute haben sich Gedanken gemacht und das ist wichtig.

Haben sie den Pudelskern erwischt?

Ja und Nein, sie sind endlich auf dem richtigen Weg und man liest viel öfter die Worte Prävention und Integration in die Gesellschaft. Löblich, löblich. Doch wenn ich im gleichen Atemzug sinnlose Empfehlungen ausspreche die gegen die Pressefreiheit gehen oder Inhalte Zensuren und eine Bevormundung von Erwachsenen Bürger fordert dann weiß ich auch nicht weiter…

Mein Fazit:

Leider wird der Passus: Killerspiele und Internetzensur dazu führen, dass dieser Bericht zerpflückt wird. Zurecht wie ich finde. Doch leider werden dann auch die guten Ansatzpunkte unter den Tisch fallen die man definitiv hätte ausbauen können. Ich jedenfalls werde den Bericht auf meiner Festplatte speichern und nutzen wenn ich zu bestimmten Dingen Anregungen brauche!